Chinchillavermittlungsforum

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 Efeu

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bonsai
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BeitragThema: Efeu   13.09.11 21:37

Thema entstand hier: http://www.chinchillavermittlung.com/t81p60-was-gibt-es-heute-bei-euren-chinchillas-zu-futtern#3845


ach sind die süß die kleinen, lächel
efeu....ist efeu nich eher bedenklich..hab ich zumindest sonst immer gehört?
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Flora
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BeitragThema: Re: Efeu   13.09.11 21:48

Efeu ist in gewöhnlicher Menge eine gute Heilpflanze und gutes Zusatzfutter, er ist erst ab großer Menge giftig, so viel würden aber Chins niemals freiwiliig fressen, es sei denn sie bekämen nichts anderes zum Fressen bis auf Efeu und müssten verhungern. Tödlich giftig ist Efeu für Tiere nicht. Er löst bei Überdosierung Symptome wie Durchfall oder Bauchkrämpfe aus.
Meine Chins fressen Efeu nur in kleiner Menge.

Wenn du also Grünfutter plückst, kannst du bedenkenlos paar Blätter (1-2 z.B.) Efeu mitplücken und anbieten. Aber immer nur zusätzlich zu anderen Kräutern.

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BeitragThema: Efeu   13.09.11 21:52

aso okay,
danke lächel
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Flora
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BeitragThema: Re: Efeu   16.12.11 0:03

Fressen eure Chins denn ab und an Efeu mit?

Hier mittlerweile irgendwie so gut wie gar nicht mehr, er trocknet blöd vor sich hin und ich schmeiß ich irgendwann weg. Früher hat das ein oder andere Chins wenigstens mal ins Blatt reingebissen. Das Holz war und ist absolut unbeliebt.

Wie siehts bei euch aus?

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BeitragThema: Re: Efeu   20.12.11 0:49

Heute beim Putzen habe ich die Efeublätter wieder entsorgt, sie waren bereits länger im Käfig, bleiben jedoch unangerührt in dieser Gruppe. Der Zweig bzw. die Rinde war aber teilweise abgenagt.

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BeitragThema: Re: Efeu   20.12.11 11:57

Meine Meerschweinchen fressen nach wie vor gerne mal hier und da ein Blatt Efeu. Sehr grosse Blätter werden gerne als Klo genutzt. Suspect
Letztes Jahr schien Efeu für ein paar Wochen ungenießbar zu sein. Keine Ahnung, wie der Wirkstoffgehalt variiert hat. Danach wurde er aber wieder ganz gerne gefressen.
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Murx Pickwick
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BeitragThema: Re: Efeu   21.12.11 12:30

Im Winter wird Efeu bei mir hauptsächlich nur von den Kaninchen gefressen, die Chins fressen eher selten an den Blättern - allerdings hatten Beezle und Unice letztes Jahr im Frühjahr/Sommer teilweise ungewöhnlich viel Efeu gefuttert - selbst die Rinde wurde in dieser Zeit akribisch abgenagt. Je später das Jahr wurde, desto weniger Efeu wurde gefressen.

Normal sind bei meinen Chins ein Viertel Blatt bis zwei Blätter pro Tag und Chin, mehr wird eher selten gefressen. Manchmal gehen sie über lange Zeit gar nicht an den Efeu.

Ich selbst esse ab und an frischgepflückte Efeublätter, um wieder besser atmen zu können - dabei ist es erstaunlich, wiewenig es braucht, um eine Wirkung zu haben. Oft reicht mir ein halbes Blatt aus.
Efeu regt zudem mit Weißdorn zusammen den Kreislauf an, stützt das Herz und scheint bei den Chins, Kaninchen und Meerschweinchen den Darm zu reinigen und parasitenfrei zu halten. Auch dafür braucht es nur sehr kleine Mengen ... ich selbst werde aufgrund der guten Erfahrungen mit Efeu immer mal Efeu anbieten, oft liegen bei mir ganze Efeuranken drin und werden dann halt irgendwann wieder entsorgt. Die Chins holen sich schon das, was sie brauchen.
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BeitragThema: EfeuII   18.01.12 16:01

hallo ihr ;
ich hab eben beim weg nach hause wieder mal was gefunden ; ich kann es nicht zuordnen bzw. ich weiß nicht was es ist lächel
und weiss deswegen nicht ob ich das anbieten kann/darf ....

hier so siehts aus :




was ist es ?!
geben oder lieber wegschmeißen ?!

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BeitragThema: Re: Efeu   18.01.12 16:12

Das ist Efeu, kannst du anbieten, aber erstmal vorsichtshalber in kleiner Menge. Normalerweise würde es jedoch eh kein Chin in größerer Menge fressen.
Efeu biete ich auch regelmäßig an, er wird aber nur selten gefressen. Kannst also erstmal nur ein Blatt reinlegen. Efeu gilt als giftig, wird jedoch in der Heilkunde eingesetzt. Die Tiere fressen ihn folglich nur, wenn sie es brauchen. Es sei denn, man bietet außer Efeu nichts weiteres an. Dann wären die Chins gezwungen es zu fressen und dann kann es auch zu einer Vergiftung kommen.

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BeitragThema: Re: Efeu   18.01.12 16:14

ah okay Very Happy

ich war nur verunsichert wegen den "beeren" und weil ich Efeu nicht in "Astform" kenne ...
sieht aus wie ein kleiner Baum Very Happy

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BeitragThema: Re: Efeu   18.01.12 16:17

Die Beeren würde ich nicht geben. Da in größerer Menge giftiges Saponin (Hederin) konzentriert vertreten. Auch wenn manche Vögel sie fressen, habe ich sie bisher nicht an die Chins verfüttert.

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Zuletzt von Aleks am 18.01.12 16:22 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Efeu   18.01.12 16:19

wenn ich die Blätter abmache & die "äste" anbiete ist das okay ?
und die Blätter sammel ich dann und geb nur am und an ?!

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BeitragThema: Re: Efeu   18.01.12 16:22

Gib halt erstmal nur ein kleines Stück Ast mit einem Blatt dran. Ich glaube eh nicht dass deine Chins drangehen, deine sind ja eh recht mäkelig im Frischfutter jaja

Die Früchte fressen Vögel draußen. Ich würd sie allerdings auch nicht geben, weil's da keine Erfahrunsgwerte gibt.

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BeitragThema: Re: Efeu   18.01.12 16:23

Äste und paar Blätter kannst du anbieten, die werden eh nur in kleiner Menge gefressen. Bei Beeren liegen mir wie oben geschrieben keine Erfahrungen vor und sie sind auch giftiger.

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BeitragThema: Re: Efeu   18.01.12 16:34

okey : dann bleib ich auf der sicheren seite und geb nur sie äste und ein-zwei blätter Very Happy


DANKE ! ♥️

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BeitragThema: Re: Efeu   18.01.12 20:38

Erfahrungswerte zu den Beeren:

Unice frißt die Früchte ab und an, allerdings inzwischen nur noch reif, nicht mehr im grünen Stadium. Im grünen Stadium machen sie also offenbar Bauchgrimmen.
Aber auch die reifen Früchte sind nicht ganz ohne, wenn zuviel gefressen werden, gibts nen Flotten - hab ich bislang allerdings nur bei Kanin und Meerschwein beobachten können und immer nur bei Tieren, welche den Efeu vordem nicht kannten.

Inwieweit die reifen Früchte zusammen mit Pellets Probleme bereiten können, weiß ich bislang nicht ...

Also vorsichtshalber - Früchte akribisch entfernen, ist sicherer bis wir mehr wissen.

Ungefährlich für Chins sind die Blätter und die Zweige/Rinde und Haltewürzelchen an den Trieben. Die unterirdischen Wurzeln hab ich bislang noch gar nicht angeboten und kenne auch niemanden, der sie bislang angeboten hat.

Geschichtliches:
Efeu wurde schon seit den ersten Anfängen der Tierhaltung an Schaf, Ziege und Rind als Winterfutter verfüttert. Im Mittelalter galt der Efeu als sehr gutes Winterrauhfutter. Damit die Rinder sich nicht am Efeu vergifteten, wurde der Efeu überbrüht. Desgleichen wurde auch in strengen Wintern mit dem Efeu gemacht, wenn die Ziegen und Schafe fast nur mit Efeu gefüttert werden konnten, sie konnten ja dann nicht mehr auf Anderes ausweichen.
Das Überbrühen führt zu einer Entgiftung des Efeus, ohne den Nährwert selbst zu ändern.
Erst seit der Industrialisierung gilt Efeu als giftig ... davor galt er als gutes und bewährtes Winterfutter.
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BeitragThema: Re: Efeu   19.01.12 11:22

Und haben sie was davon getestet?

Die Rinde wird bei uns teilweise benagt, aber nie so elanvoll wie bei Apfel & Co. Es dauert teilweise auch 1-2 Wochen bis die Chins überhaupt dran gehen, deshalb werfe ich die Zweigchen aber auch nicht so schnell weg. Die Blätter werden getrocknet bisher nicht angeführt, frisch wird selten mal ein Blatt gemampft oder mal reingebissen. Efeu ist also ein absolutes Beifutter bei Chins und kein Ersatz für andere frische Zweige, Löwenzahn & Co. Aber als Beilage gebe ich eigentlich fast immer etwas vom Efeu mit, es wächst ja auch überall das Zeug.

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BeitragThema: Re: Efeu   29.05.12 8:01

Ich habe in den letzten Tagen öfter mal 3-4 Efeublättchen in den Käfig gelegt, aber die wurden hier absolut nicht angerührt. Werde demnächst also wahrscheinlich kein Efeu mehr sammeln.

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„Würdest du mir sagen, bitte, welchen Weg ich von hier aus einschlagen soll?“
„Das hängt zu einem guten Teil davon ab, wo du hin möchtest“, sprach die Katze.
„Das ist mir ziemlich gleich...“, sprach Alice.
„Dann ist es gleich, welchen Weg du einschlägst“, sprach die Katze.
„... solange ich nur irgendwo hin komme“, fügte Alice erklärend hinzu.
„Oh, das wirst du ganz sicher“, sprach die Katze, „wenn du nur lang genug gehst.“

(Lewis Carroll - Alices Abenteuer im Wunderland)
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BeitragThema: Re: Efeu   14.01.13 17:16

Gestern gab es hier je ein Efeuzweig zum Mampfen, bisher ist maximal ein Blatt pro Gruppe weg, scheint also auch nicht besonders lecker zu sein oder benötigt zu werden.




Diesen Link zum Thema Giftiges und auch Efeu finde ich klasse: http://www.heilkraeuter.de/nebenwirkungen.htm

Auszug:
Zitat :
Nichtwissen und Verallgemeinerungen

Hinzu kommen in vielen Fällen noch Verallgemeinerungen und Halbwissen.
Efeubeeren beispielsweise sind zweifelsohne giftig und nicht zum menschlichen Verzehr geeignet.

Efeublätter sind vergleichsweise ungiftig und können von Erwachsenen problemlos hin und wieder als Tee getrunken werden. Auch die äusserliche Anwendung von Efeublättern ist ungefährlich.

Aus Unsicherheit und Unwissen wird jedoch von vielen Menschen der ganze Efeu als giftig betrachtet.

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BeitragThema: Re: Efeu   14.01.13 23:57

Bemerkenswert in dem Zusammenhang wäre vielleicht auch noch ein Hinweis auf das Eb-Heu, so der Name des Efeus früher, das wie der Name es vermuten lässt, tatsächlich als Futter genutzt wurde.

Manchmal sagt eben schon die Entstehung eines Namens viel über eine Pflanze aus, mit dem Verschütten des Wissens um dessen Herkunft wird oftmals auch das Gebrauchswissen verschüttet und aus einer ehemals geschätzten Nutzpflanze gibt es schnell ein als Giftpflanze verschrienes Unding.

Ursprünglich hatte hier mal jemand das Thema des Ebheus zur Sprache gebracht:
http://degupedia.de/forum/viewtopic.php?p=14522&highlight=ebheu#14522
und hier ist ein aktuellerer Thread der sich wiederum mit dem Thema beschäftigt:
http://www.degupedia.de/board/viewtopic.php?f=12&t=4108
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BeitragThema: Re: Efeu   15.01.13 3:18

Wobei ich zumindest beim Chinchilla bei Efeu nicht vom Futter an sich sprechen würde, denn er wird wirklich nur in sehr kleinen Mengen gefressen, mehr als kleines Beifutter ist es nicht.

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BeitragThema: Re: Efeu   23.01.13 15:13

Und wieder was gelernt.
Danke.
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BeitragThema: Re: Efeu   20.03.15 21:34

Auszug:
Zitat :
Der Epheu (Hedera Helix). 

Der Epheu, sagt Kasthofer, wird gewöhnlich wenig geachtet und gleichsam nur für die Schmarotzerpflanze angesehen, die auf Kosten der Bäume wachse, an denen sie aufrankt und in deren Rinde sie ihre Wurzeln treibt, ohne selbst etwas zu nützen. 
In der französischen Bretagne lassen indeß die Bauern fast an allen Eichstämmen Epheu in die Höhe ranken und sammeln dann die Blätter, die mit Begierde sowohl von kleinem Vieh als von Kühen gefressen werden und sich sehr milchbefördernd erzeigen. Aber in vielen Alpenthälern kennen die Landleute diesen bedeutenden Nutzen des Epheu's nicht, und ich habe nie gehört, daß, wo sie ihn kennen, Jemand denselben da angepflanzt hätte, wo er sich noch nicht findet. Daher will ich beschreiben, wie diese Pflanzung am leichtesten geschieht. 
Man gräbt ein oder ettliche Gartenbeete, die ohnehin eine schattige Lage haben und deswegen weniger eintragen, wohl um, reinigt sie von Steinen und Unkraut, wirft darin kleine Gräben auf von einem Fuß Tiefe, andershalb Fuß von einander entfernt, und legt im Frühjahr drei Fuß lange Epheuzweige, die an Felsen oder Baumstämmen Wurzeln getrieben haben, neben einander, in die Gräben, und füllt diese mit lockerer Erde also zu, daß je zwei Fuß Länge des Epheusetzlings unter die Erde zu liegen kommen, ein Fuß hingegen daraus hervorragt; dann bindet man diese Setzlinge an dünne Stöcke und behält sie so zwei Jahre im Gartenbeete, das sorgfältig vom Unkraut rein gehalten wird. Will man sie nach Verfluß dieser Zeit verpflanzen, so wählt man eine Felswand oder ein altes Gemäuer, und gräbt an dem Fuß desselben eine Grube, in die der Epheusetzling gebracht und welche alsdann mit lockerer guter Walderde gefüllt wird. Auch an den Fuß von Waldbäumen könnte auf diese Weise die Dorfjugend ihn verpflanzen, und es würden Tannen-, Fichten-, Lärchen- oder Eichenwälder, wo an jedem Baumstamme eine Epheupflanze hinaufrankte, zu recht schönen Baumgärten werden, aus denen ganze Schaaf- oder Geißheerden im Winter gesunde und frische Nahrung erhalten können. Freilich bringt ein solcher Epheustamm dem Waldbaume mehr oder weniger Schaden, in dessen Rinde er mit seinen Wurzeln hängt. Aber es würde sich dabei doch immer noch fragen, ob das Holz, das um des Epheu's willen jährlich weniger wüchse, für den Landmann größern oder mindern Werth hätte, als das durch den Epheu gelieferte Viehfutter. Gesetzt z. B., zwei funfzigjährige Lärchtannen, beide ungefähr von gleicher Größe und auf gleichem Boden, stünden neben einander, und an dem Fuß der einen würde Epheu gepflanzt, an dem andern aber nicht, und beide Bäume würden neben einander noch 50 Jahre fortwachsen; gesetzt ferner, der Werth des Baumes, an dem der Epheu gepflanzt war, sey dadurch dem andern Baum gegenüber um 20 Batzen gemindert worden, der Epheu habe aber in dieser Zeit für 30 Batzen Futter getragen, so ist die Berechnung bald gemacht, ob dieses Futter zu Gunsten des geringern Holzgewinns, oder der kleinere Holzgewinn zu Gunsten des guten Futters aufgegeben werden solle. Holz müssen wir haben, und also auch Wälder; aber wenn wir Holz und Wälder und Futter für unser Vieh zugleich haben können, ohne deßwegen die Wälder zu zerstören, so wären wir ja Thoren, wenn wir den gedoppelten Vortheil, den die Wälder uns darbieten, nicht benutzen wollten. 
Die Blätter des Epheu reinigen alte Wunden und leisten noch verschiedena anderweitige Dienste im Arzneivorrath. 
Das Holz vom Epheu ist etwas schwammig, dient aber deßwegen zum Durchseiben und Klären von trübem Wein und andern unreinen Flüssigkeiten. Die Blüthen des Epheu's erscheinen erst im Herbstmonat, und die Beeren zeitigen dann erst im Mai des folgenden Jahres. Seine Fortpflanzung durch den Saamen geschieht langsam, da dieser ein bis zwei Jahre, bevor er keimt, im Boden liegen bleibt. 

Quelle: Weißenborn 1929, S. 45-46 

Quelle und mehr Infos: http://www.degupedia.de/forum/viewtopic.php?t=3468

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