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 Sämereienfütterung wie macht ihr´s?

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elamausi
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BeitragThema: Sämereienfütterung wie macht ihr´s?   25.03.15 7:41

Hallo ihr lieben,

ich hab mal eine kurze Frage zur Fütterung von Saaten:

Vor kurzem stellte ich meine beiden Chins auf naturnahe Ernährung um. Seit 2 Tagen lasse ich nun die Pellets komplett weg, gebe aber die Saaten (bisher nur Leinsamen und Sonnenblumenkerne) nur wenig (ca. 4-5 Gramm für beide)

Nun zu meiner Frage:

Wie macht ihr das mit den Sämereien. Gebt ihr die zur freien Verfügung?
Rationiert ihr, wenn ja wieviel pro Tier?
Wieviel Saaten sind gesund, was passiert wenn zuviel gefressen wird?
Gebt ihr Frischfutter und füllt Kräuter/ Blüten/ Blätter erst auf und gebt später die Saate oder gebt ihr alles gleichzeitig in den Käfig? (Meine stürzen sich dann erstmal kurz auf die Saaten und gehen danach an das andere Futter)

Eigentlich ist mein Plan, den beiden in Zukunft eine Ölsaatenmischung zu geben.
Mehlsaaten möchte ich nicht einführen.

Also, gern würde ich mich zu eurer Fütterung mit den Saaten informieren.
So richtig hab ich hier im Forum noch keine reguläre Empfehlug dafür gefunden...

Viele Grüße

elamausi

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elamausi  winke

Tiere sind die besseren Menschen meerschweinchen


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Murx Pickwick
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BeitragThema: Re: Sämereienfütterung wie macht ihr´s?   25.03.15 10:12

Es gibt auch keine reguläre Empfehlung ... kann es nicht, dazu reagieren die Chins zu individuell, was Saaten angeht.

Ich selbst beispielsweise hatte bislang nur Chins, wo es nach einiger Zeit mit der ad lib Verfütterung von Saaten ging ... mal gehen sie an die Näpfe, mal nicht. Viel gefressen wird höchstens im Winter - da dürfen sie auch.
Das heißt also, ich mach mir da keine Gedanken, ich füll die Saatennäpfe auf (oder besser gesagt, ich packe in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen die Saaten im Napf in einen Blumentopf und laß die da keimen, da die Saatennäpfe eh nie ausgefressen werden) und mische wieder rein, was ich gerade da hab.

Ölsaaten gibts ständig, Mehlsaaten ab und an ... und da hauptsächlich Feinsaaten, große Mehlsaaten, wie Gerste oder Hafer gibts nur selten. Manchmal biete ich auch Hülsenfruchtsamen an, die aber meist nicht angerührt werden.
Nüsse gibts nicht regelmäßig, aber wenn, dann durchaus auch nen ganzen Napf voll ... dauert eh Ewigkeiten, bis der leer ist und meistens finde ich dann die Nüsse in der Einstreu ...

Wenn Chins zuviel Saaten futtern, fressen sie weniger Kräuter und Gräser - was ja ihre Hauptkost ist. Im Sommer ist das eigentlich nicht so ein großes Problem, weil man da viele Wildkräuter und Wildgräser frisch verfüttern kann, so nutzen sich die Zähne auch schön ab, wenn weniger Kräuter und Gräser gefressen werden. Im Winter dagegen, wo die Chins eh bevorzugt die getrockneten Kräuter und Gräser futtern, kann dies dazu führen, daß die Backenzähne nicht genügend abgenutzt werden.
Du weißt ja in etwa, wieviel deine Chins an Kräutern und Gräsern futtern - wenn du merkst, daß durch die Sämereien deutlich weniger Kräuter gefuttert werden, rationierst du ...

Ein weiteres Problem ist, daß es Chins gibt, die sich an Sämereien regelrecht fett futtern ... meist ist das allerdings eh eher ein Mehlsaatenproblem, da Mehlsaaten viel Stärke enthalten, die auf dem Weg in den Darm in Glucose und Fructose gespalten wird. Glucose sorgt für einen erhöhten Insulinausstoß, das Insulin wird beim Transport der Glucose aus dem Blut verbraucht, die Glucose schnellstmöglich aus dem Blut geholt und dadurch kann es zu einer Unterzuckerung kommen, welche wiederum dafür sorgt, daß die Chins weiterfressen, statt satt zu sein ... alles, was nun zuviel an Energie gefuttert wird, wird nun in Fettzellen eingelagert und irgendwann hast du keine agilen, muskulösen Chins mehr, sondern faule Schwabbelmonster.
Auch zu kleine Käfige können dazu führen, daß mehr Energie aufgenommen wird, wie an Muskelenergie verbraucht wird - dann können auch Ölsaaten dazu führen, daß die Chins dick und fett werden. Wenn der Käfig allerdings so groß ist, wie hier im Forum empfohlen, sollte das allerdings nicht passieren können ...

Das Schöne an den Chins ist es, daß es nur sehr, sehr wenige Chins gibt, die mit Saaten nicht maßhalten können, die meisten Chins lernen das mit der Zeit.
Allerdings wird, wenn man Saaten endlich ad lib anbietet, immer die ersten Tage zuviel gefuttert - nach ein paar Tagen allerdings sollte der Saatenverbrauch wieder runtergehen, da die Chins ja merken, daß sie immer Saaten zur Verfügung haben.
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Flora
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BeitragThema: Re: Sämereienfütterung wie macht ihr´s?   25.03.15 12:55

Eine Gruppe bekommt Saaten rationiert, ca. 2 EL pro Tag und Tier. Ich nehme die fertige Saatenmischungen von Hansemanns, die ich erstellt habe: https://www.hansemanns-team.de/Saatenmixe/Mehl-und-oelhaltige-Saatenmixe/Aleks-Wunschmix-PLUS:::422_439_618.html?MODsid=0426e16d86bdb3dc0523d1acb03d79db
Darunter mische ich die Trockengemüsemischung: https://www.hansemanns-team.de/Gemuesevariationen/Gemuesemischungen/HF-Gemuese-XXL:::71_176_507.html?MODsid=0426e16d86bdb3dc0523d1acb03d79db


Die andere Gruppe, wo ich kranke Tiere mit Untergewicht sitzen habe, bekommen die Saaten/Gemüse bzw. das Kraftfutter unbegrenzt. Ihre Fertigsaatenmischung wird jede 2-3 Tage mit weiteren Komponenten erweitert wie Blütenpollen, Rosinen, Mandelsticks etc.


Ausführliches zu Saaten, findest du auf meiner HP: http://chinchilla-scientia.de/index.php?id=saemereien

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Es grüßt Flora mit den Plüschbällchen Luise, Tobi, Kevin, Mathilda und Stuart großes Herz 

Tierquälerei beginnt schon bei der Missachtung der natürlichen Bedürfnisse von Tieren.
Prof. Dr. Helmut Pechlaner
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