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 Durchfall: Diagnose Giardien - was tun?

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Fate
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BeitragThema: Durchfall: Diagnose Giardien - was tun?   22.02.14 13:41

Hallo Ihr,

komme gerade aus der Tierklinik. Hatte meine 4 Chincs am Mi da zum Checkup. Meine 2 Mädelz Jusch und Shaki haben Giardien. Die 2 Männchen soll ich nun sicherheitshalber mit behandeln. Jetzt wollte ich mich hier schlau machen, und falle mal wieder vom Stuhl.

Tierarzt hat Panacur mitgegeben und ich soll alles desinfizieren und wegwerfen. Jetzt lese ich hier pro und contra und weiss nun gar nicht mehr, was richtig ist.

Sharika (ca. 15 Jahre) hat nur noch 520 Gramm, wässrigen Durchfall. Ansonsten ist sie aber gesund.
Jusch 650 Gramm und starken Durchfall. Überriechend. Hier ist es doch richtig, Panacur zu geben? Sicherheitshalber gebe ich Ihnen noch Schwarzkümmelöl. Ich würde nur gern wissen, in welcher Dosierung, weil sie so ein niedriges Gewicht haben.

Die Männchen Eddie und Anton (er hat die Giardien wohl 2012 eingeschleppt als Neuzugang) wiegen 850 Gramm und 790 Gramm, haben keinen Durchfall. Hier würde ich am liebsten auch kein Panacur geben. Zumal ED wieder eine offene Stelle hat und heute eine Convenia Spritze bekam. So vom Gefühl her sag ich mal lieber nein.

Muss ich jetzt wirklich alles wegwerfen? Wie desinfiziere ich den Käfig (Holz) richtig? Sagrotan?
Bei den Weibchen ist schon ziemlich viel mit Kot verschmiert, das mache ich zwar ständig weg, aber ich kam nicht mehr hinter her.

Danke Euch für jeden Tipp.

lg Fate
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Flora
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BeitragThema: Re: Durchfall: Diagnose Giardien - was tun?   22.02.14 16:18

Da man nie alles an den Viechern wegbekommt, macht wegwerfen keinen sinn, reicht wenn du alles nur sauber machst, was mit Kot verschmutzt ist. Feste Kötteln 2-3 täglich einsammeln/wegfegen, für die zeit solange sie flüssigen Drchfall ahben ist leicht sauberzumachende Einrichtung besser wie viel Ton etc., wenig Kork und Rinde. Desinfektion macht auch keinen sinn, da nur ein Mittel bisher gegen Giardien wirkt (Desinfin Animal) - oder hast du dir das Spezielle geholt? Sagrotan & Co. bringen NICHTS!

Panacur würde ich sowieso NICHT geben, da es Nebenwirkungen hat und nicht wirkt. Bestell Dir das Spartrix und behandel die kranken damit 2malig und die ohne symptome 1malig. Sprich bei ersteren 4-7 Tage Gabe-4-7 Tage Pause-wieder 4-7 Tage Gabe.

Bitte das ÖL nur NACH der Behandlung geben, da es die Wirkung der Chemie abschwächt. Anschließend wirkt es entgiftend und ist sehr sinnvoll.

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BeitragThema: Re: Durchfall: Diagnose Giardien - was tun?   22.02.14 16:25

Lese dir in Ruhe unseren Artikel durch: http://www.chinchilla-scientia.de/index.php?id=chinchillagiardien

Fressen die Durchfall-Chins denn und sind aktiv? - Wenn ja, gibt es keine Notwendigkeit zur Aufregung/Panik.

Das leicht in Wasser aufzulösende Spartix gibts hier zu bestellen: http://www.medicanimal.com/produkten/~spartrix-tabletten-fr-tauben/~product_id=854/~category_id=MACTGR-PIGEONS_SUPPLEMENTS_AND_MEDICINES

Zusätzlich solltest du viel Grün- und Raufutter reichen und weniger Kohlenhydrate und Pellets.

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BeitragThema: Re: Durchfall: Diagnose Giardien - was tun?   22.02.14 16:51

Hallo Flora,

vielen Dank wie immer. Auch für die Links.

Jusch und Shaki sind nicht gut drauf, sie sind wg dem Durchfall sehr geschwächt und haben abgenommen. Liegt wohl am Alter der Tiere, dass sie damit nicht gut zurechtkommen. Werde das Mittel mal bestellen und hoffen, dass es gut wirkt. Auch Danke für den Tipp mit dem Schwarzkümmelöl, ich hätte das jetzt wieder gegeben. Dann wird gewartet bis nach der Behandlung.

Bei Eddie und Anton mach ich gar nix, erstmal. sie haben ja keinen Durchfall und sind getrennt in einem anderen Käfig. Eddie hat es wieder erwischt, 2Tage nach dem Checkup beim TA hat er wieder eine 5 Cent grosse offene Stelle an der Brust. Ich denke, Du hattest recht, es ist wie bei Emma irgendwas im IS.
Ich lasse jetzt alles testen, er hat Haarproben, Hautproben und Blut ins Labor geschickt. Diesmal hab ich es gleich bemerkt und ED hat Convenia gespritzt bekommen heute. Vlt. muss man sich darauf einstellen, dass diese hellen Tiere nicht so gesund sind und er das jedes Jahr haben wird. Ich weiss nur nicht, ob jedes Jahr ABs so gut sind. Aber es gibt keine Alternative. Worauf er im Schnelltest reagierte, sind Birkenpollen. Wenn ich das Ergebnis habe, stell ich es mal hier ins Forum. Es ist, wie gesagt, fast genau auf den Tag wieder ausgebrochen wie letztes Jahr! Das ist kein Zufall!

So, ich mach mich dann mal ans Käfigputzen. Nochmals vielen Dank für Deine Mühe, auch von meinem Clan.

lg Fate
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BeitragThema: Re: Durchfall: Diagnose Giardien - was tun?   22.02.14 18:38

Bitte schön!

Das Mittel hilft bestimmt v.a. in verbindung mit anschließender Entgiftungs- und Darmfloraufbaukur.
Das Öl kannst du bis das Spartrix da ist, geben! 0,05ml-0,1ml am Tag. Nur bei zeitgleicher Gabe von Antibiotika, Giardienmittel etc. sollte man es nicht geben, erst danach,

meine Luise hat auch wieder ne bakterielle Hautinfektion und hat Convenia bekommen, nun ist die Wunde fast wieder weg. Leider bekommt sie es auch imemr mal wieder...denke, weil sie herzkrank ist und das Immunsystem nicht intakt ist.

Achte drauf, dass die Durchfallmäuse fressen und v.a. auch Frisches nehmen und trinken. Vermehrt Nüsse kannst du im Momet auch geben.

Gute Besserung!

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BeitragThema: Re: Durchfall: Diagnose Giardien - was tun?   24.09.14 13:03

Und wie gehts euch so? lächel

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BeitragThema: Re: Durchfall: Diagnose Giardien - was tun?   16.10.14 15:14

Hallo Flora,
Danke der Nachfrage. ED geht es ganz gut, er hatte zwischenzeitlich 820 Gramm, also fast sein Ausgangsgewicht. Jetzt hat er wieder "nur" 760, denke, das liegt am Laufteller? Seit seiner Krankheit ging er nicht mehr drauf, denke das lag an der riesen Narbe am Bein.

Oma Shakira geht es so lala. Sie hat wieder zugenommen, wiegt 460 gramm. Aber ich gehe oft zum Tierarzt und lasse ihr Vitamine Spritzen. Das hilft ganz gut, zumindest frisst sie dann besser und man merkt es am Fell. Sie ist halt ne Oma mit ihren 15 Jahren.

Tja, ansonsten warten wir ab mit ED, ich hab eigentlich immer Angst, dass wieder so ein "Flatschen" auftaucht. Wir tasten ihn jede Woche ab.....

Hoffe bei Deinen Chincs ist alles ok? Übrigens, schönes Foto....
lg Fate
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BeitragThema: Re: Durchfall: Diagnose Giardien - was tun?   01.06.15 17:51

Hi Fate,

was machen deine Chins?

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BeitragThema: Re: Durchfall: Diagnose Giardien - was tun?   28.06.15 17:30

Hallo Flora,
danke der Nachfrage.

Soweit alles wieder ganz gut.

Shakira bekommt ja alle 3 Monate die 3er Spritzenkur mit Vitaminen, die ihr sehr gut bekommt. Leider hat eine Frau Dr., die nix weiss, aber alles erklären kann, Shakira die Spritze in den Muskel gerammt, was natürlich eine Katastrophe war. Sie hat einige Zeit das Bein nach sich gezogen und wohl auch Schmerzen gehabt. Habe mich sehr geärgert, weil die Assistenzärztin das immer prima macht, aber die Fr. Doktor als Aushilfe nicht mal in der Lage ist, einem Chinc eine Spritze zu geben. Das war natürlich alles nicht gut, Shaki hat dann aufgrund des Stresses und Gewichts ca. 150 gr. Gewicht verloren, was wir aber wieder drauf haben danke Herbi Life. Man regt sich als Halter über so was Inkompetentes eben auf. Shaki ist ja schon 16 oder 17 Jahre.
Ansonsten geht dem Rest gut, vor 2 Wochen war ich bei der alten Tierärztin mit ED zum Checkup,
alles ok. Man kann davon ausgehen, dass die Infektion doch Bisswunden von Anton waren. Wir haben besprochen, das ED alleine bleibt, d.h. ich muss ihm eben abends mehr Zeit widmen. ED ist ja aus dem Tierheim und wahrscheinlich auch misshandelt worden, zumindest hat er Narben am Ohr usw. Er fühlt sich alleine am wohlsten, das muss man akzeptieren. Mit Paul verträgt er sich nicht, d. h. Paul wird im Herbst kastriert und kommt dann zu den Mädelz.
ED ist zwar wohl weiss, aber kein Albino? Jedenfalls war im HR eine Sendung über ein weisses Kängeruh Eric aus Hohenroda. Der Halter ist TA oderTierheilpraktiker und meinte, dass weisse Tiere immer als Feinde von Artgenossen angesehen werden, zumindest gab es da dieselben Probleme wie bei ED. Jetzt bin ich am überlegen, ob man ED vlt. eine weisse Dame sucht? Wäre ja schon besser, damit er seine eigene Family hat.

Ansonsten hoffe ich, dass mal Ruhe ist, vor allem für die Chincs und das Shaki noch ein paar schöne Jahre hat. Wenn auch mit mächtig support. Aber egal, die Chincs sind mir alles wert.
So, dann noch einen schönen Restsonntag und viele Grüsse an alle hier im Forum
Fate

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BeitragThema: Re: Durchfall: Diagnose Giardien - was tun?   29.06.15 7:48

Es gibt viele Halter, die weiße Chinchillas mit farbigen Chinchillas zusammenhalten. Das gibt nicht mehr Probleme, wie andere Farbkombinationen auch.

Albinos sind Tiere, bei denen Tyrosinase nicht richtig oder gar nicht hergestellt werden kann ... sie können also gar keine Farbe ausbilden, weil dazu Tyrosinase nötig ist. Wenn die Tyrosinase nur ein bischen funktioniert, spricht man von Teilalbinos. Solche Mutationen sind bei Chinchillas bislang noch nicht aufgetreten.

Bei Chinchillas ist es vermutlich eine Mutation auf dem Silver-Locus, welcher sowohl Weißscheckung, als auch vollständig weiße Tiere verursacht. Es wäre dann so eine Mutation, wie Merlefarben bei den Hunden. Dabei kann ein bestimmtes Protein, was in der Zellwand sitzt, nicht richtig hergestellt werden. Dieses Gen ist jedoch für die Entgiftung bei der Farbherstellung im Chinchillakörper notwendig. Zum Glück haben Chinchillas ja immer einen doppelten Chromosomensatz, heißt also, wenn nur ein Gen von den beiden im Chromosomensatz diese Mutation trägt, wird das Chinchilla weißgescheckt oder weiß, je nachdem, ob das normale, oder das mutierte Gen bei der Entwicklung des Fötus hauptsächlich abgelesen wird, je häufiger das mutierte Gen abgelesen wird, desto weißer wird das Chin.
Sind aber beide Gene auf dem Silver-Locus mutiert, wird das Chin mit schwersten Behinderungen geboren, es ist meist blind, taub, die Augen sind zu klein etc ... einige dieser Chins sterben schon im Mutterleib, andere überleben die ersten Tage ... aber keines kann mit diesen Behinderungen alt werden oder gar Kinder bekommen. Man spricht deshalb von einem Lethal-Gen.

Chinchillas werden nur selten wirklich artgerecht gehalten - nun müssen sie in ihrem Leben genauso viel über Sprache, Sozialverhalten etc lernen, wie wir Menschen. Wenn also ein Chinchilla nie die Möglichkeit dazu hatte, oder aber stark traumatisiert wurde, wird es nicht mehr mit anderen Chinchillas richtig kommunizieren können und sich oft danebenbenehmen ... genau wie beim Menschen kann man das therapieren und das Chin ganz langsam wieder an Chingesellschaft heranführen. Aber das ist viel, viel Arbeit und man braucht sehr viel Fingerspitzengefühl und Einfühlungsvermögen dazu und es dauert Zeit - viel Zeit!
Es kann Jahre dauern, bis ein solch geschädigtes Chin wieder normal mit anderen Chins zusammenleben kann ... passende Partner zu finden, ist für solche Chins oft sehr schwer, aber es ist möglich.
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