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 Giardien und andere Probleme!

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Dynrako
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BeitragThema: Giardien und andere Probleme!   19.08.13 23:35

Hallo erstmal,ich bin neu hier und auch das erste mal in einem chinforum registriert!
Jetzt muss ich erstmal sagen das wir auch absolute chinchilla neulinge sind,wir haben zwar schon einiges gelesen...aber es ist viel zu viel und die Meinungen gehen weit auseinander!
Ich fange mal einfach mit meiner traurigen geschichte an :
Meine Freundin und ich wir sind absolute Tierliebhaber,und haben auch 2 Katzen.Jetzt wollten wir aber noch was putziges für zuhause haben da wir bald umziehen und unsere Katzen dann dort draußen rumstreunen dürfen.
Also haben wir uns umgeschaut was denn für uns interessant wäre,und siehe da chinchillas,sie sind einfach nur süß und sind uns nicht böse wenn wir tagsüber arbeiten sind da sie da eh nur schlafen!
Geeinigt gesucht und auf ein Züchter gestoßen,der augenscheinlich sehr nett war.Uns 2 Tiere bei ihm ausgesucht(die auch nicht grade günstig waren) und reserviert bis sie schwer genug waren.Dann die riesen vorfreude,bald
kommen unsere neuen Familien Mitglieder zwinker
Nachdem einige Zeit verstrichen war und wir zu Hause schonmal alles für Sie eingerichtet haben kam dann endlich der Tag,2 super süße Tiere kommen zu uns!Direkt versucht sie aus dem Käfig zu locken und ein kleines leckerli in die Hand gelegt und schwupp saß auch die erste Maus auf meiner Hand...na gut ich war ein wenig verwundert warum sie gleich so zutraulig war aber habe mich eher drüber gefreut als mir drüber gedanken zu machen.Nun musste ich auch relativ schnell feststellen das die kleine Maus sehr dünnen kot am Po und schwanz verteilt hat,ich habe sofort den Züchter angerufen und ihm berichtet was los sei!Doch er reagierte nicht unüberrascht und meinte das der Umzug usw. für die tierchen ja auch stressig sei und sich das nach ein paar Tagen wieder von allein regelt.Ich habe ihm das einfach mal so abgenommen!
3Tage nachdem wir die kleinen nun dann hatten und augenscheinlich alles I.O. schien.lag die kleine (mit dem starken durchfall) nur noch zuckend auf dem Boden!
Ich habe Sie unverzüglich in eine Transportbox getan und bin gefahren wie der Teufel um zum TA zu kommen,doch leider sagte mir dieser das es leider für die süße Maus keine Chance mehr gäbe und Sie eingeschläfert werden müsste!
Der TA hat nun direkt vom Po etwas kot genommen und eine Probe auf Giardien gemacht die auf direkt beim ersten mal Positiv war!Als wir ihm sagten das wir 2 Tiere von dem Züchter hatten hat Sie uns Panacur für den anderen Wurm mitgegeben,da Sie meinte das wenn beide Tiere vom selben Züchter sind Sie es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch in sich haben wird!
Naja nach Hause gefahren,getrauert und der süßen Maus eine schöne Beerdigung gemacht.
Auf den Züchter will ich hier nicht weiter eingehen,allerdings stelle ich mir bei einem Züchter mehr Kenntniss vor!
Naja gut weiter zu meiner eigentlichen Frage!Ich habe jetzt viel gelesen das man die kleine in einen hamsterkäfig o.ä. tun soll wärend der Behandlung da er leichter zu reinigen sei!Ich allerdings fände das Tierqälerei,denn die andere ist eigentlich top fit uns spiringt jede Nacht durch die Gegend wie ein angestochenes Schweinchen zwinker jetzt habe ich viel von verdampfern,irgendwelchen bio sprühmittelchen und nicht so tollem chemischen Mittelchen gelesen!
Wir haben uns für die radikale chemie entschieden!Wenn die es nicht schafft was dann?!
Solange kommt die süße maus in die transportbox oder auf den schos.was ihr auch eigentlich ganz gut gefällt seit sie alleine ist (ich hoffe nicht mehr so lange)
Ich behandel die kleine nun mit Panacur 7 Tage,soll dann 14Tage Pause machen und dann nochmals 7 Tage geben,ist das der richtige weg?
Und muss ich den Käfig wirklich Täglich komplett neu einstreuen,sandbad tauschen flaschen und näpfe auskochen ihn mit der chemie behandeln?!Oder reicht das wenn man das alle paar Taage macht und so erstmal nur den Kot täglich weg macht!?
Ach ja,zu der chemischen Variante den Viecher den gar auszumachen, haben wir zu Ardap Spray für Käfig u. Zubehör (gegen Milben u. Parasiten) gegriffen...hat jmd erfahrung damit gemacht?
Ich freue mich auf eure Antworten
Liebe Grüße
Daniel
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Dynrako
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BeitragThema: Re: Giardien und andere Probleme!   20.08.13 0:02

Ach und jetzt muss ich seid heute feststellen,das ich durchfall und fast dauerhaftes Magengrummeln habe...zufall oder habe ich mich an der kleinen angesteckt!?Denn als wir noch nicht von diesen tollen dingen wussten,hat man sich halt nicht immer sofort die Hände gewaschen und desinfiziert... -.-
Liebe Grüße Daniel
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chinverückt
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BeitragThema: Re: Giardien und andere Probleme!   20.08.13 9:37

Oh je dad hört sich ja schrecklich an an was für ein züchter seid ihr geraten.Der hat euch angelogen die Chins bekommen doch keinen Durchfall wegen dem Umzug Auszug.Aber als ihr sie euch angekuckt haben hätten sie noch keinen Durchfall?Ich habe mal noch Net gehört das Giardien übertragbar auf Menschen sind.
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Dynrako
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BeitragThema: Re: Giardien und andere Probleme!   20.08.13 9:43

Das ist das Problem,wir sind ein wenig blauäugig durchs leben gelaufen,einfach weil wir es nicht besser wussten!Haben die Tiere nur auf Fotos gesehen,und via einem sehr teuren Tierversand liefern lassen!(Nicht wilder machen als es ist!Sie wurden abgeholt und auf direktem Wege zu uns gebracht!)Waren in der Transportbox ausgestatten mit allem was man brauchte!Da es zu weit war für uns knappe 250km für 1 Tour zu fahren und sie selbst zu holen!Und genau das war der Punkt,er hat uns belogen oder er wusste es selbst nicht besser...und das ist das schlimmste,denn hätten wir es gewusst das es nicht normal ist,wären wir natürlich sofort zum TA geeilt!
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MaryJB
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BeitragThema: Re: Giardien und andere Probleme!   20.08.13 11:24

Erst mal: tut mir leid, dass ihr diese schreckliche Erfahrung machen musstet. Giardien schlummern oft in Tieren. Normalerweise ist das nicht weiter schlimm, allerdings können sie sich explosionsartig vermehren, wenn die Tiere gestresst sind, oder das Immunsystem auf andere Weise geschwächt ist.
Ich meine, dass Giardien auch auf den Menschen übertragbar sind, habe aber noch nie von so einem Fall gehört.

Wenn es deinem übrig gebliebenen Chinchilla bis jetzt recht gut geht würde ich mir noch nicht allzu viele Gedanken machen. Meine Chins hatten auch schon Giardien (ihnen ging es gut, hatten nur etwas Matschköttel) und ich habe mit Panacur behandelt. Zusätzlich viele unterstützende Kräuter gegeben und dann war die ganze Geschichte nach wenigen Wochen Vergangenheit. Von manchen Seiten wurde mir auch erzählt ich müsste alles desinfizieren und mit dem Dampfreiniger usw... aber da die beiden jeden abend im ganzen Wohnzimmer laufen dürfen, hätte ich eh niemals alles 100% sauber bekommen. Wichtig ist, die Köttel so oft wie möglich aus dem Käfig zu entfernen und ihnen möglichst wenig Kohlenhydrate zu geben (also am Besten keine oder nur wenig Pellets, Leckerchen usw). Und natürlich gründlich Hände waschen nach dem Kontakt.

Wenn du merkst, dass es ihr schlechter geht, oder der Durchfall schlimmer wird, unbedingt zum Tierarzt gehen. Aber darauf wärst du nach der traurigen Erfahrung wohl auch selbst gekommen :(
Hoffentlich seid ihr die Viecher bald los, ist wirklich nicht schön sowas. Aber man muss jetzt auch nicht eine Putzaktion nach der nächsten starten.

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Blackbattlecat
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BeitragThema: Re: Giardien und andere Probleme!   20.08.13 12:04

Hallo
Und erstmal tut es mir leid dass du die Maus verloren hast.
Stress verursacht Durchfall und ein Umzug ist Stress . Dass der Züchter da nicht direkt das schlimmste annimmt ist doch kein Kriterium um seine Fähigkeiten zu beurteilen.
Giardien sind wenn dann nur über verseuchtes Wasser übertragbar (denke mal nicht dass du das getrunken hast ) oder eben durch anfassen von Kot und dem Käfig beim säubern (wo die Parasiten sich befinden) nach beidem finde ich es normal sich die Hände zu waschen. Diese Parasiten können nur oral aufgenommen werden. Heißt verseuchte Hände und dann Lebensmittel angefasst ....
Da muss ich sagen : also egal ob mein Tier krank ist oder nicht, Hände waschen bevor ich Lebensmittel zubereite oder zu mir nehme ist Pflicht.
Eine Ansteckung beim Menschen ist möglich, sollte aber bei einem gesunden Immunsystem nach einiger Zeit von alleine erledigt sein.
Panacur ist oft die erste Wahl bei der Behandlung der Tiere, es gibt aber auch schon Berichte über Resistenzen gegenüber des Medikaments.
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Blackbattlecat
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BeitragThema: Re: Giardien und andere Probleme!   20.08.13 12:07

Die Käfige sollten nach 4-7 Tagen alle KOMPLETT (Bretter, Wände, Ritzen, Äste, Häuschen, Röhren, etc. ...) gereinigt und desinfiziert werden (z.B. mit Dampfreiniger, Essigsäure!). Die Giardien in Zysten sterben außerdem bei einer Temperatur von 60 Grad sofort ab (heißer Dampf). Hat man keinen Dampfreiniger zur Verfügung, sollte man Bretter, Häuschen und Äste (alle saugfähige Materialien) aus dem Käfig mindestens für die bekannte Infektionszeit der Zysten (3 Wochen) entfernen und gründlich reinigen, sowie diese Zeit unter Quarantäne lagern. Während der Behandlungszeit sollte die Komplettreinigung optimalerweise immer wiederholt bei jeder Streuentfernung vorgenommen werden. Jeden Abend sollten die Köttel aus dem Käfig entfernt werden, so ist die Neuinfektionsgefahr geringer. (Handfeger, Besen etc. unbedingt nach jedem Käfig desinfizieren, um Zysten nicht zu verteilen).

Dort, wo die Tiere Auslauf erhalten, sollte ebenfalls gründlich sauber gemacht werden, um eine Neuinfektion durch Zysten zu verhindern. Auch wenn es schwer fällt, sollte man besser 40 Tage ab Behandlungsbeginn auf Freilauf verzichten, um keine weiteren Zysten zu streuen und eine Neuinfektion durch diese zu verhindern.
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Blackbattlecat
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BeitragThema: Re: Giardien und andere Probleme!   20.08.13 12:09

Um euch bei einer zukünftigen Neuanschaffung abzusichern, könnt ihr von dem Züchter oder Vorbesitzer einen Giardientest im voraus verlangen. Seriöse Züchter machen dies gerne. Und haben kein Problem damit.
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Blackbattlecat
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BeitragThema: Re: Giardien und andere Probleme!   20.08.13 12:21

Du schreibst auch dass du 2 Katzen hast, sollten sie Freigänger sein , musst du immer wieder mit einer Giardien Infektion rechnen . Denn Hunde und Katzen (sofern Freigänger ) sind Wirte und Überträger der Giardien. Die "normale Wurmkur" die bei Hunden und Katzen gemacht wird reicht nicht aus um Giardien abzutöten. Dass heißt wenn du ganz sich sein willst musst du auch deine Katzen regelmäßig testen lassen. Wie gesagt sofern sie Freigänger sind.
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LottaLeben
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BeitragThema: Re: Giardien und andere Probleme!   20.08.13 15:01

Blackbattlecat schrieb:
Die Käfige sollten nach 4-7 Tagen alle KOMPLETT (Bretter, Wände, Ritzen, Äste, Häuschen, Röhren, etc. ...) gereinigt und desinfiziert werden (z.B. mit Dampfreiniger, Essigsäure!). Die Giardien in Zysten sterben außerdem bei einer Temperatur von 60 Grad sofort ab (heißer Dampf). Hat man keinen Dampfreiniger zur Verfügung, sollte man Bretter, Häuschen und Äste (alle saugfähige Materialien) aus dem Käfig mindestens für die bekannte Infektionszeit der Zysten (3 Wochen) entfernen und gründlich reinigen, sowie diese Zeit unter Quarantäne lagern. Während der Behandlungszeit sollte die Komplettreinigung optimalerweise immer wiederholt bei jeder Streuentfernung vorgenommen werden. Jeden Abend sollten die Köttel aus dem Käfig entfernt werden, so ist die Neuinfektionsgefahr geringer. (Handfeger, Besen etc. unbedingt nach jedem Käfig desinfizieren, um Zysten nicht zu verteilen).

Dort, wo die Tiere Auslauf erhalten, sollte ebenfalls gründlich sauber gemacht werden, um eine Neuinfektion durch Zysten zu verhindern. Auch wenn es schwer fällt, sollte man besser 40 Tage ab Behandlungsbeginn auf Freilauf verzichten, um keine weiteren Zysten zu streuen und eine Neuinfektion durch diese zu verhindern.
Das ist meiner Meinung nach absolut nicht notwenig! Und mit heißem Dampf machste den Viechern auch noch ordentlich feuchtes Klima,da können sich die Giardien noch besser vermehren. Man bekommt so oder so nicht alle Zysten weg. Viel mehr sollte man das Immunsystem der Tiere stärken, damit sie selber damit klarkommen.
Diese ganzen Reiningunsgmaßnahmen halte ich für völlig übertrieben und für ziemlichen Stress für die Tiere. Es geht auch ohne.

Panacur ist nicht ohne, dessen sollte man sich bewusst sein. Es gibt leider auf Fälle, wo Tiere davon starben oder krank wurden. ICH persönlich würd sowas nur geben, wenn es starke Symptome gibt (Apathie, starker Gewichtsverlust, Fressverweigerung). Ansonsten kriegt man Giardien auch mit natürlichen Mitteln und einer guten Ernährung hin. Kohlenhydratarm, zuckerarm: Kräuter ohne Ende, Blätter, Blüten und Ölsaaten.
Ich hab sie so weg bekommen grins2 Und da meine Emma von dem Panacur schwer krank wurde, bin ich da etwas vorsichtig.

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BeitragThema: Re: Giardien und andere Probleme!   20.08.13 15:47

Über die Hälfte aller Chins trägt giardia in sich, was kein Problem darstellt, solange keine Symptome vorliegen.
Wenn Krankheitssymptome vorliegen, gibt's verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, jeder muss da seine eigene Entscheidung treffen.
Übertriebene Hygiene ist nicht nötig, bereits wenige zysten sind infektiös und ALLE giardien bekommt man NIE weg. Daher: normale Hygiene, Matchkot einsammeln, Immunsystem stärken und bei Bedarf behandeln.

Zu den einzelnen Medikamenten, Gefahren, Hygiene, Infektionsrisiko etc findest du auf unserer Homepage: http://chinchilla-scientia.de/index.php?id=chinchillagiardien

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BeitragThema: Re: Giardien und andere Probleme!   20.08.13 16:52

Hier mal ein Text über Giardien : einmal auf einer Siete über Chinchillas
http://infoseite.igc-forum.de/?goto=./content//19_Krankheiten&sub=berichte/giardien.htm

Und einmal einer von einer Biologieseite :
http://www.infektionsbiologie.ch/parasitologie/seiten/modellparasiten/mp01giar.html

Giardieninfektionen müssen nicht unbedingt Symptome machen. Meist werden Symptome erst bemerkt oder kommen zu Tage wenn die Tiere geschwächt, gestresst oder eine andere Erkrankung haben. Also Symptomfrei heißt nicht Giardienfrei.
Nicht zu säubern wenn noch andere Tiere im Haushalt leben finde ich etwas fahrlässig ....
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Dynrako
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BeitragThema: Re: Giardien und andere Probleme!   20.08.13 16:55

Wie gesagt,ich behandel den gesamten Käfig mit dem Ardap,außerdem kochen wir tränke,Napf,Wanne,Tonröhre und Keramikhäusschen aus...aber reicht das?
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Dynrako
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BeitragThema: Re: Giardien und andere Probleme!   20.08.13 16:57

Und wie oft sollen wir das machen?
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BeitragThema: Re: Giardien und andere Probleme!   20.08.13 17:08

1. Giardien sterben genausowenig sofort bei über 60°C und 100% relativer Luftfeuchtigkeit, wie wir Menschen bei 100°C sofort sterben. Die Dampfente ist nix weiter wie Sauna für die Giardien, sie werden gestärkt und vermehren sich dann besser, sobald sie einen geeigneten Wirt finden.
Um Giardien abzutöten, müssen sie mind. eine halbe Stunde lang über 60°C bei 100% relativer Luftfeuchtigkeit ausgesetzt werden ... oder mind. eine Stunde bei über 100°C und niedriger relativer Luftfeuchtigkeit. Sie sind zwar hitzeempfindlich, aber sie sind keinesfalls hitzeempfindlicher, wie wir Menschen ... also Faustregel, erst wenn der Mensch in der Sauna den Hitzetod stirbt, stirbt auch die Giardie bei gleichen Bedingungen den Hitzetod!


2. Giardien sind auf Menschen übertragbar, es handelt sich hier um eine Zoonose ... die Übertragung findet durchaus auch dann statt, wenn ihr eure Chins auf dem Arm hattet und danach ohne die Hände gründlich zu waschen, etwas eßt. Eine weitere Übertragungsmöglichkeit ist getrockneter Kot, da er anfängt zu stauben und dann auf die Schleimhäute im Mundraum gelangt - mitsamt der Giardien.
Wenn ihr schon Giardien habt (in den USA sind es mind. 60% der Bevölkerung, die Giardien haben, in Deutschland gibts dazu keine ernstzunehmende Studie), ist das nicht weiter tragisch, denn euer Immunsystem hat sich auf die Giardien eingestellt und hält sie kurz - und die alteingesessenen Giardien schützen euch vor Neuinfektion.
Anders, wenn ihr noch keine Giardien habt - dann gibts Bauchgrummeln, Matsche oder sogar Durchfall und weitere Verdauungsprobleme, vermutlich waren eure Verdauungsprobleme einfach nur die Folge einer Infektion. Es reicht aus, kräuterreich zu essen (also viele unterschiedliche Gewürze ans Essen packen) und über ein paar Wochen eine kohlenhydratarme Ernährung einzuhalten, die Giarden werden dann sehr stark reduziert, können sich nicht vermehren, bis sich euer Immunsystem an die Giardien angepaßt hat und es von allein ohne Diät schafft, die lieben neuen Darmbewohner in Schach zu halten.

3. Es reicht wirklich aus, täglich die Köttel akribisch wegzufegen und zu entfernen ... alles andere steht in keinem Verhältnis zum Nutzen oder fördert Giardien sogar noch (Dampfente! Beste Methode, sich Giardien ranzuzüchten!)

4. Wer einmal Giardien hat, der hat sie halt ... gibts Probleme, kein Problem, kräuterreich essen und Zucker und Stärke weitestgehend meiden (ganz meiden geht überhaupt nicht, da auch Kräuter, Obst und Gemüse Zucker und Stärke enthalten und die braucht der Mensch ja auch)

5. Eine chemische Bekämpfung von Giardien ist nur bei wässrigem oder dünnbreiigem Durchfall oder Appetitlosigkeit nötig (wobei Panacur durch den exzessiven Einsatz bei Chinchillazüchtern oft nur noch schadet und nicht mehr wirkt, hier sind weniger gebräuchliche Wurmmittel angeraten, auch wenn sie insgesamt noch weniger verträglich fürs Chin sind, wie Panacur.)

Das Problem entsteht durch die Fütterung von Pellets bei den Züchtern - Chinchillas sind nunmal nicht an gutverdauliche Pellets angepaßt, sondern an schlechtverdauliche Pflanzen. Je weniger Pflanzen in Form von Kräutern und Frischkost gefüttert wird, desto mehr müssen die Chins Pellets futtern und desto eher können sich Giardien im Dünndarm halten und vermehren. Kommt nun Streß dazu, gibts Matsche, der jedoch oft schon nach nem Tag wieder verschwindet. In eurem Fall hatte das verstorbene Chin vermutlich ein sehr marodes Immunsystem, da hätte behandelt werden müssen ... aber das erkennt man nur, wenn man weiß, worauf man zu achten hat, leider.

Werden die Chins mit viel Kräutern und womöglich sogar noch pelletfrei ernährt, passiert da normalerweise nix bei Streß, da gibts nicht mal weichen Kot beim Umzug. Der Streß muß da schon sehr extrem werden, bevor da was passieren kann - oder das Immunsystem ist von der Genetik her nicht in Ordnung, das kann leider immer mal passieren. Dann hilft einfach die beste Ernährung nix (aber auch der beste Züchter kann das leider nicht gänzlich verhindern) ... auch Krankheiten können zu einem geschwächten Immunsystem führen, so daß Giardien zu einem zusätzlichen Problem werden können, auch da hilft die Ernährung leider nix mehr.

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LottaLeben
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BeitragThema: Re: Giardien und andere Probleme!   20.08.13 17:13

Danke Murx! Dem ist nichts hinzuzufügen grins2 

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Flora
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BeitragThema: Re: Giardien und andere Probleme!   20.08.13 17:14

Dynrako schrieb:
Wie gesagt,ich behandel den gesamten Käfig mit dem Ardap,außerdem kochen wir tränke,Napf,Wanne,Tonröhre und Keramikhäusschen aus...aber reicht das?
Und wAs soll das bringen? Kein Mittel tötet giardien ab....sinnfrei
Und denkst du, du vernichtest So alle giardien? Wenn bereits zehn! infektiös sind?

Mein Infotext beruht auf Literatur, wissenschaftlichen Erkenntnisen und Erfahrungen.

Giardien sind theoretisch ansteckend, aber es gibt weltweit kaum Fälle wo sie bon chin auf Mensch übertragen wurden. Höchst unwahrscheinlich ist das.

Dass giardien keine Symptome machen müssen, ist klar - siehe mein Link, wo alles genau erklärt steht

Ferner hier was zur Häufigkeit der Parasiten: http://www.chinchillaschutzforum.com/t4244-giardiasis-als-typische-heimchinchillakrankheit
Oder Stoffwirksamkeit: http://www.chinchillaschutzforum.com/t3907-studien-zur-giardienbehandlung-stoffwirksamkeit

Hättet ihr euch den Link auf unserer Homepage von oben zum Thema aber durchgelesen, müsste ich mich nicht wiederholen....

Finds zeitaufwendig und nervig alles hundert mal hinschreiben zu müssen.

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BeitragThema: Re: Giardien und andere Probleme!   20.08.13 19:48

Tut mir leid den Link hab ich mir noch garnicht angeschaut , da ich auf der Arbeit sitze...
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