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 Diabetes bei Chinchillas

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Flora
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BeitragThema: Diabetes bei Chinchillas   06.08.11 15:54

Es gibt einmal wieder einen neuen Infotext auf meiner HP: http://www.chinchilla-scientia.de/index.php?id=diabetes

Für ein Feedback und Tipps bin ich natürlich dankbar.

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BeitragThema: Re: Diabetes bei Chinchillas   06.08.11 18:15

Die von dir aufgelisteten Symptome sind das, was die Chinchillas tatsächlich haben (genau wie wir Menschen), aber wie willst du beispielsweise Bewußtseinsstörungen bei einem Chinchilla erkennen, wenn es dir nicht sagen kann, daß es sich merkwürdig fühlt und komische Schatten sieht?

Was allerdings deutlich wichtiger ist, wie das Sinieren über irgendwelche Symptome und wie man sie erkennt, ist das hier:
"Futtermittel, die kohlenhydratreich sind (Pellets, Mehlsaaten, getrocknetes Wurzel- und Knollgemüse), werden weggelassen (wenn die Ölsaaten als Kraftfutter ausreichen) oder werden alternativ über den Tag/Nacht verteilt gegeben, wenn sich die Chins damit bei der Gabe vollstopfen sollten"
Wenn Mehlsaaten, getrocknetes Wurzelgemüse oder ähnliches gegeben werden müssen, muß wirklich gleichmäßig über die Nacht verteilt dieses Futter gegeben werden - heißt also pünktlich jede Stunde oder alle zwei Stunden immer genau die gleiche Menge ... das kommt einfach noch nicht deutlich genug zum Ausdruck, man kann es mißverstehen (auch wenn es da eigentlich schon so steht).

Die genialste Pflanze zur Behandlung von Diabetes mellitus II fehlt: Gimnema (Gymnema sylvestre)
Da die Gefahr der Unterzuckerung durch Gimnema besteht, sollte die Behandlung unter Aufsicht eines TA oder THP durchgeführt werden. Werden die frischen oder getrockneten Blätter der Pflanze verfüttert, kann das Chin sich damit selbst medikamentieren, ansonsten muß das der Mensch übernehmen, was nur jemand kann, der das auch gelernt hat.

Es fehlen auch noch die hilfreichen Pflanzen bei Diabetes mellitus - sie können zwar Diabetes nicht heilen, können jedoch den Tieren helfen, Diabetes mellitus halbwegs unter Kontrolle zu halten: Rote Spitzpaprika, Zimtstangen (auch für Chins!), Goldrute, Bittermelone (allerdings nur die frische oder getrocknete Frucht, sämtliche Auszüge etc sind ohne das tägliche Messen des Blutzuckerspiegels purer Leichtsinn beim Chin), frischer Knoblauch und Knoblauchgrün, wenn es denn gefressen wird. Da es sich hier um normale Futterpflanzen handelt, braucht hier nix beachtet zu werden, außer die normale Umsicht, wie bei jeder anderen Futterpflanze auch.

Etwas schwieriger gestaltet sich Kohl und Meerrettich, welche zwar sich auch indirekt positiv auf den Blutzuckerspiegel auswirken können, jedoch bei bestimmten Darm- und Magenerkrankungen, die bei Mangelernährung, Pellets oder Extrudatenmischfutter als Hauptfutter entstehen können, äußerst problematisch sein können (Kohl kann bei bestimmten Darmerkrankungen Koliken und Durchfall stark fördern oder sogar verursachen, Meerettich kann die Magenschleimhaut stark reizen, was eine schon vorhandene Gastritis noch verstärken kann)

Vielleicht wäre die Ergänzung, getrocknetes Obst und getrocknetes Wurzelgemüse ist tabu noch sinnvoll ... es ist zwar schon weiter oben erwähnt worden, daß Wurzelgemüse nicht so dolle sind, aber manchmal brauchts den Betonpfeiler, bevor es die Leute kapieren.

Sehr schön finde ich, daß du mit aufgenommen hast, wie wichtig Bewegung bei Diabetes mellitus ist. Kann man einfach nicht genug betonen ...
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Flora
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BeitragThema: Re: Diabetes bei Chinchillas   06.08.11 18:27

Danke Murx. ich hab ja eine Heilpflanzeliste auf der HP, wo schon ein paar Diabetespflanzen genannt werden, werde deine genannten mit aufnehmen und dazuverlinken oder kopieren.

versteh ich dich richtig, dass du mehlsaaten für unproblematischer hälst als getr. Wurzelgemüse?

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BeitragThema: Re: Diabetes bei Chinchillas   06.08.11 19:36

Da hab ich mich dann zu undeutlich ausgedrückt - Mehlsaaten sind bei Diabetes mellitus eindeutig problematischer, da sie mehr Stärke enthalten wie getrocknetes Wurzelgemüse. Dafür ist getrocknetes Wurzelgemüse deutlich problematischer, wie getrocknetes Obst, da im Wurzelgemüse meist viel Stärke enthalten ist und nicht, wie in Obst, fast nur Fructose.
Allerdings kann man das bei Wurzelgemüse und Obst nicht so pauschal sagen, denn wenn du dich mal durch Nährstoffliteratur quälst und vergleichst, gibt es auch Obst, was deutlich mehr Saccharose oder Glucose enthält, wie manch ein Wurzelgemüse an Stärke und Saccharose enthält.

Man kann nur eines mit Sicherheit pauschalisieren - frisch ist Obst eher blutzuckersenkend ... selbst die Obstarten, welche einen hohen Saccharose- oder Glucoseanteil haben.

Ich hoffe, ich hab jetzt nicht mehr verwirrt, wie aufgeklärt ...
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Flora
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BeitragThema: Re: Diabetes bei Chinchillas   06.08.11 19:42

Gut dann siehst du das so wie ich. Habs davor nicht richtig verstanden.

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BeitragThema: Diabetes   06.08.11 22:40

Hier ist übrigens die Liste mit Diabetes-Futterpflanzen:
http://www.chinchilla-scientia.de/index.php?id=heilpflanzenliste (unter D-Diabetes)

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BeitragThema: Re: Diabetes bei Chinchillas   07.08.11 8:21

Wie kommst du auf Kopfsalat, Beifuß und Salbei?
Ich hoffe, das kommt nicht von mir ...

Beim Kopfsalat mußte ich selbst klein beistecken, Andreas Rühle hat da leider Recht, das Zeug besteht nur noch aus Wasser, was mit ein wenig Zellwandmaterial zusammengehalten wird. An Wirkstoffen ist da genausowenig was über, wie an Nährstoffen. Einzig die Eigenschaft, daß Nitrate (und Pestizide) in hohen Mengen eingelagert werden können, ist dem Kopfsalat geblieben.
Wenn also irgendwas dran ist, daß er hilfreich sein sollte, dann ists nicht der Kopfsalat, sondern vielmehr die Wildform, der Stachellattich. Und das ist wiederum ein typisches Erkältungs- und Leberkraut.
(Klar, kann mir schon vorstellen, daß bei Diabetes mellitus ein Leberkraut hilfreich sein könnte ... immerhin werden bei Diabetes mellitus die Ausscheidungsorgane extrem belastet, da ist jedes Leber- und Nierenkraut hilfreich)

Beifuß und Salbei werden von Diabetes-Tieren normalerweise gemieden - Ausnahme sind Schnupfenkaninchen. Da jedoch sowohl Beifuß, als auch Salbei, gegen Viren wirken, sollte hier klar sein, weshalb Schnupfenkanichen auch mit Diabetes mellitus Beifuß und Salbei mögen ... Beides sind typische Verdauungskräuter und Erkältungskräuter - wobei der Beifuß eher Verdauungskraut ist (wie alle Kräuter aus der Gattung Artemisia) und Salbei eher das typische Erkältungskraut, was auch Entzündungen platthauen kann.

Auch im Frohne, Heilpflanzen hab ich nix zu gefunden - im Gegenteil, Beifuß kommt da ziemlich übel weg, da die ihm zugesprochenen Heilwirkungen nicht wissenschaftlich verifiziert werden konnten. Bei Lactuca taucht nur der Giftlattich auf, Salbei wiederum wirkt nach Frohne, Heilpflanzen innerlich angewendet schweißhemmend, äußerlich angewendet entzündungshemmend, desinfizierend, virustatisch und adstringierend.

Interessant ist, was Wyk, Wink, Wink zu wissen meint ... hier gilt der einjährige Beifuß (Artemisia annua) als hochwirksames Kraut zur Vorbeuge und Behandlung bei Malaria, weiter schreibt er dem einjährigen Beifuß eine fiebersenkende und antibiotische Wirkung zu.
Der gemeine Beifuß (Artemisia vulgaris) wiederum soll nach Wyk, Wink, Wink als Wurmmittel und tradtitionell bei Behandlung von Neurosen, Depressionen, Rastlosigkeit, Schlaflosigkeit, Angstzuständen und schmerzhafter oder unregelmäßiger Monatsblutung angewendet.
Beide Beifußarten gelten auch hier wieder als typische Verdauungskräuter. Und auch hier wieder der Hinweis beim gemeinen Beifuß, die wissenschaftliche Absicherung fehlt ...

Lactuca ist bei Wyk, Wink, Wink nicht näher behandelt ... in der Heilpflanzentabelle taucht auch wieder nur der Gifltattich auf.

Salbei wiederum gilt auch bei Wyk, Wink, Wink als krampflösend, schweißhemmend, antimikrobiell und antiviral ... ist ja auch gut inzwischen wissenschaftlich abgesichert.

Lit:
eig. Beob.
mündl. mitt. Andreas Rühle
Frohne, D. (2006): Heilpflanzen-Lexikon. wissensch. Verlagsgesellschaft Stuttgart
Wyk, Wink, Wink (2004): Handbuch der Arzneipflanzen, wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart
Gernot Kratzers Gewürzseiten
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BeitragThema: Re: Diabetes bei Chinchillas   03.11.16 9:24

Hallo zusammen

Ist der Infotext sowie die Futterpflanzenliste noch irgendwo verfügbar? Leider sind die links im Beitrag tot... Was mich vor allem interessieren würde, wie es mit frischem Obst aussieht wenn das Tier bereits einen Verdacht auf Diabetes hat? Und was darf man einem Päppelbrei noch beimischen? Geht da frischer Apfel und Karotte? Bei den gekauften Produkten besteht immer ein Teil auch aus Zucker... Obwohl kein Zucker beigemischt wurde. Alternativ könnte man ja aber selber die Karotten/Apfel weich garen.

Viele Grüsse
Cori
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BeitragThema: Re: Diabetes bei Chinchillas   03.11.16 16:07

Der bei Diabetes mellitus schädliche Zucker ist Glucose, Obst enthält gewöhnlicherweise viel Fructose - ist also kein Problem. Bei Menschen hat sich zudem rausgestellt, daß frisches, unverarbeitetes Obst sogar sehr günstig auf Diabetes mellitus wirkt, weshalb zuckerkranken Menschen inzwischen viel Obst empfohlen wird.

Karotte enthält viel Stärke und Glucose im Mark selbst - heißt also, Möhrenschalen sind kein Problem. Frische Möhre sollte halt etwas vorsichtiger verfüttert werden - wenn nicht eh die Chinchillas auch hier genügend Vernunft beweisen und nur wenig von fressen.

Päppelbrei ist bei Diabetes mellitus-Tieren generell äußerst problematisch, da hier jegliche Glucose freiliegt und sofort zu einem starken Anstieg des Blutzuckers führt - was wiederum die Bauchspeicheldrüse extrem belastet und somit das Krankheitsbild verschlimmert. Der Nebeneffekt - die Tiere leiden zunehmend unter Appetitlosigkeit, nehmen zuwenig Energie auf und verhungern mit der Zeit regelrecht, auch wenn man zwangsfüttert ... besser ist es, mit Kräutern, viel Frischfutter etc zu versuchen, sie zum Essen zu bewegen.
Liegt denn ne Zahnerkrankung zusätzlich vor, daß Päppelbrei verfüttert werden muß?

Der Link ist oben inzwischen veraltet, der neue Link wäre:
Chinchilla Scientia: Zuckerkrankheit (Diabetes)
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BeitragThema: Re: Diabetes bei Chinchillas   03.11.16 21:11

Bislang wurden Mören hier immer verschmäht. Daher besteht da kein Risiko wegen Überfutterung. Ich dachte halt mehr dass ich die Karotten weich garen und dann mit Kräutern anreichern könnte. Habe heute auch noch CC geholt, allerdings ist da Melasse und Ananas drin was wohl kaum das beste Futter ist und ich daher nicht verwendet habe. Zufüttern möchte ich nicht wegen der Diabetes, sondern wegen den Entzündungen im Mund/Rachen die ihr immer noch Schmerzen macht. Zahnprobleme wurden keine gefunden. Aber sie knirscht beim.Futterversuch immer mot den Zähnen und legt immer wieder die Ohren kurz an. Haben gestern noch von Marbocyl auf Chloropal gewechselt, hoffe dass sie darauf besser reagiert. Immerhin hat sie heute schon wieder ein bisschen getrocknete Kräuter genommen. FriFu hab ich auch reichlich angeboten. Wird von ihr gerade aber komplett ignoriert. Heisst das also konkret, dass man ein Diabetes Chin nicht wirklich zufüttern kann?
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BeitragThema: Re: Diabetes bei Chinchillas   03.11.16 22:16

Eigentlich nicht - es fragt sich nur, was bei diesen Entzündungen im Maul das kleinere Übel ist, mit weichem Futter zufüttern oder wegen Diabetes kein Weichfutter zufüttern.

Was du probieren kannst, wären geriebene Mandeln - wenn es gefressen wird, ruhig ein wenig stückig. Etwas weniger gut, aufgrund des Gehalts an Glucose, wäre Banane, die mit diversen Kräutern zu einem Brei vermengt wird. Wichtig wäre der Zusatz von Mädesüß. Mädesüß wirkt leicht schmerzstillend und entzündungshemmend.
Zusätzlich kannst du probieren, ihr Salbeitee oder Kamillentee (möglichst römische Kamille) schmackhaft zu machen ... beides wirkt im Maul entzündungshemmend.

Du wirst leider selbst beobachten und nach Bauchgefühl entscheiden müssen, was das kleinere Übel ist - Brei oder kein Brei ... letztendlich ist eine lebensgefährliche Abnahme und Wasserverlust durch zuwenig Nahrung auch irgendwann tödlich ...
Je mehr vom unverarbeiteten Futter gefressen wird, umso besser - am besten fütterst du alles, was gefressen wird und entscheidest dann, ob du nochmal geriebene Mandeln oder Bananenkräuterbrei zufüttern willst/mußt.
Sollte Beides verschmäht werden, wirst du wohl oder übel weiterprobieren müssen ... eventuell kannst du auch leicht gesalzene Obstsäfte anbieten, auch sie bieten Vitamine, Wasser und Mineralstoffe. Das Salz im Obstsaft soll die notwendige Natriumversorgung sicherstellen.
Wenn Salz vom Finger geleckt wird, kannst du das Salz auch so anbieten und den Obstsaft ungesalzen hineinstellen.
Wie gesagt, das sind nur Notlösungen - am Besten wäre es, wenn nur unverarbeitetes Futter gefressen wird ... aber wenn das gesamte Mäulchen weh tut, ist das schwierig.

Prinzipiell können Chinchillas erstaunlich lange hungern - trocknen jedoch ohne Wasser sehr schnell aus, genau wie alle Kleintiere. Es ist also wichtiger, Wasser in das Chin hineinzubekommen, wie Futter.

Irgendwie ist das ein ganz besonders blöd gelaufener Fall ... Diabetes UND Maulentzündungen sind kaum zu managen. Aber mit der entsprechenden Beobachtung und nach Bauchgefühl kannst du das denke ich hinbekommen.
Ich wünsch dir viel Glück.
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BeitragThema: Re: Diabetes bei Chinchillas   04.11.16 13:14

Ich füttere zu mit einem Brei aus gemahlenen Kräutern/Gräsern (nehme stattdessen auch gern einen guten Fertigbrei), Mandelmehl, Karotten-Apfel-Brei und Haferkleie.

Du kannst aber auch einfach nur einen Guten Brei nehmen: http://chinchilla-scientia.de/index.php?id=paeppelbreiliste

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BeitragThema: Re: Diabetes bei Chinchillas   04.11.16 16:59

Die Seite habe ich schon durchgeschaut. CC hat aber Melasse drin, die anderen hab ich auf dir schnelle beim TA nicht bekommen. Babybrei hat wohl ebenfalls zuviel Zucker, wenn auch 'natürlicher' von Karotten oder Äpfeln. Meinst du wirklich Mandelmehl oder gemahlene Mandeln?
Ich wiege sie nuntäglich und sie bekommt Zwangsauslauf von 45-90 Minuten am Abend damit wenigstens Verdauung und Kreislauf ein wenig angeregt werden. Sollte sie weiter abnehmem werde ich wohl oder übel die selber was herstellen versuchen. Gestern hat sie immerhin ein klein wenig getrocknetes und Heu gefuttert und es waren schon bisschen mehr Köttel. Kraftfutter (Saaten und Mandeln) sowie FriFu werden von ihr momentan komplett ignoriert... Sogar zermalte Mandeln und Mandelplättchen. Immerhin han ich sie aber schon trinken gesehen.
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BeitragThema: Re: Diabetes bei Chinchillas   04.11.16 17:50

Gerade von den käuflichen Päppelbreien würd ich Abstand nehmen - insbesondere bei Diabetes mellitus. Sie führen alle zu extremen Insulinausschüttungen kurze Zeit, nachdem sie gefuttert wurden.
Und das belastet noch mehr die Bauchspeicheldrüse.
Dazu kommt, daß sie genau wie Pellets keine Struktur haben ... die Pflanzenfasern sind extrem kurz und damit fördern sie Darmerkrankungen. Oftmals werden durch solche Päppelbreie Darmerkrankungen erst chronisch.

Die Links hat Flora wieder instantgesetzt (danke dafür Very Happy), probier es einfach nochmal
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BeitragThema: Re: Diabetes bei Chinchillas   05.11.16 16:14

Ich empfehle aus bzw. in der Liste kein CC, sondern zwei andere, die keine Melasse oder andere Ffüllstoffe enthalten. Diese bekommt man nicht beim Tierarzt, sondern muss sie bestellen.

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BeitragThema: Re: Diabetes bei Chinchillas   08.11.16 9:24

Vielen Dank für das Instandsetzen der Links und die Tipps.
Ich konnte inzwischen den Steppis Päppi Päppelbrei organisieren. Allerdings sind sämtliche Breie (auch was eigenes dass ich versucht habe mit selbst gemahlenen Mandeln) absolut unattraktiv und werden nicht angenommen. Selbst frische Banana konnte da nicht helfen, diese wird jedoch nicht mal komplett frisch ohne Breizusatz angenommen.
Irgendwie hab ich aber trotzdem das Gefühl, dass es langsam wieder ein bisschen besser geht, sie hat noch nicht wirklich zugenommen aber ich sehe sie wieder aktiver und öfters am Fressen. Sogar AB und Schmerzmittel wird wieder freiwillig genommen. Mal schauen wie sie sich hält wenn wir morgen die Medis absetzten, ich habe die Hoffnung, dass dann auch der Appetit wieder zunimmt.
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